{"id":6467,"date":"2022-10-23T10:12:57","date_gmt":"2022-10-23T10:12:57","guid":{"rendered":"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/WordPress_02\/40-jahre-anti-kolonialdemo-copy\/"},"modified":"2022-10-24T13:14:06","modified_gmt":"2022-10-24T13:14:06","slug":"40-jahre-anti-kolonialdemo-copy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/WordPress_02\/40-jahre-anti-kolonialdemo-copy\/","title":{"rendered":"40Jahre Anti-Kolonialdemo in Bad Lauterberg"},"content":{"rendered":"\r\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bernd Langer<\/strong><\/h6>\r\n<h2>Vom langen Kampf gegen den Kolonialkult und das letzte Wi\u00dfmann-Denkmal in Deutschland<strong><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Helvetica;\"><br \/><\/span><\/span><\/strong><\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mitten in der Bundesrepublik, in Niedersachsen, dicht an der Grenze zu Th\u00fcringen, liegt Bad Lauterberg im Harz. Seit dem 1. November 2016 geh\u00f6rt die Kurstadt, deren Einwohner_innenzahl sich stetig sinkend, der 10.000 Marke n\u00e4hert, zum Landkreis G\u00f6ttingen. Von der ortsans\u00e4ssigen Industrie ist fast nichts geblieben. Das geh\u00f6rt zum \u00fcblichen Strukturwandel der viele Regionen betrifft. Insofern nichts besonderes, allgemeiner Niedergang ist heute kein Grund mehr sich aufzuregen. Eine Besonderheit weist die Harzstadt allerdings auf, ihr Wahrzeichen, das Denkmal des Afrikaforschers, Kolonialkriegshelden und ehemaligen Gouverneur von Deutsch-Ostafrika Hermann von Wi\u00dfmann. \u201eDeutschlands gr\u00f6\u00dfter Afrikaner\u201c wie er zeitgen\u00f6ssisch bezeichnet wurde, stammte zwar nicht aus dem Harz, aber seine Mutter und Schwester lebten dort. Der regelm\u00e4\u00dfige, prominente Besucher war ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr die Stadt und sollte seine Werbewirksamkeit auch \u00fcber seinen Tod hinaus behalten. Nachdem Wi\u00dfmann im Jahr 1905 durch einen Kopfschuss, den er sich selbst bei einem Jagdunfall zugef\u00fcgt hatte, ums Leben kam, wollte man ihm in Bad Lauterberg sogleich ein Denkmal errichten. Bereits 1908 kam die Bronzeplastik des Bildhauers Johannes G\u00f6tz im Kurpark zu Aufstellung. Seit dem steht der ca. 2,20 Meter gro\u00dfe Bronze-Wi\u00dfmann vis-\u00e0-vis des Kurhauses auf einem gro\u00dfen Findling am Ententeich. Alles in allem, d\u00fcrfte das Denkmal 4,50 Meter in der H\u00f6he messen.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6437\" style=\"width: 2181px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6437\" class=\"wp-image-6437 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"2171\" height=\"1354\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie.jpg 2171w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-300x187.jpg 300w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-2000x1247.jpg 2000w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-768x479.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-1536x958.jpg 1536w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-2048x1277.jpg 2048w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-1500x936.jpg 1500w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-705x440.jpg 705w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmann_Denk_1908-Kopie-450x281.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 2171px) 100vw, 2171px\" \/><p id=\"caption-attachment-6437\" class=\"wp-caption-text\">Postkarte mit dem Wi\u00dfmann-Denkmal in Bad Lauterberg von 1908. Um das Denkmal pomp\u00f6ser erscheinen zu lassen wurde der Betrachter, links im Bild, verkleinert.<\/p><\/div>\r\n<p>Ein zweites Wi\u00dfmann-Denkmal wurde ein Jahr sp\u00e4ter in Daressalam, der damaligen Hauptstadt Deutsch-Ostafrikas, errichtet. Nach dem I. Weltkrieg lie\u00df die britische Mandatsmacht es abbauen und als Kriegstroph\u00e4e ins Imperial War Museum London schaffen. Sp\u00e4ter gelang es deutschen Beh\u00f6rden die Herausgabe zu erwirken. Das Denkmal kam nach Hamburg, wo es im November 1922 aufgestellt wurde.<br \/>Der Bronze-Wi\u00dfmann in Bad Lauterberg musste nie von seinem Sockel weichen. Millionenfach ging er auf Postkarten um die Welt. Am Denkmal, das schon zu Kaiserzeiten als Treffpunkt f\u00fcr Veteranenverb\u00e4nde und Kolonialvereine gedient hatte, fanden weiterhin einschl\u00e4gige Veranstaltungen statt. Die Bronzeplastik erinnerte an gro\u00dfe Zeiten, die viele wieder haben wollten. Gern schm\u00fcckte sich die Stadt mit dem Namen des \u201eAfrikaforschers\u201c und unterlag damit einer rechtsradikalen Geschichtsverdrehung. Denn im Reichstag gab es immer vehementen Widerstand gegen die Kolonialpolitik. Die Sozialdemokratische Partei lehnte grunds\u00e4tzlich jedes koloniale Engagement ab. Auch auf Liberale traf das zu, ein Beispiel gab Ludwig Bamberger, Reichstagsabgeordneter der Nationalliberalen Partei. Selbst bei den Konservativen bis hin zum Reichskanzler Bismarck war der Gedanke kolonialer Ausbreitung zun\u00e4chst nicht popul\u00e4r.<\/p>\r\n<p>Das Deutsche Kaiserreich, als letzter, gro\u00dfer Nationalstaat in Europa 1871 entstanden, besa\u00df Anfangs keine Kolonien. Die Entwicklung ging nicht von der Reichsregierung aus sondern von deutschen Kaufleuten und Abenteurern, die sich auf eigene Faust Gebiete in Afrika und Asien unter die N\u00e4gel rissen und dann, konfrontiert mit Aufst\u00e4nden, um milit\u00e4rische Hilfe baten. Erst im Jahr 1884 trat das Deutsche Kaiserreich durch die Entsendung der Marine zum Schutz deutscher Handelsgesellschaften in die Kolonialgeschichte ein. Daraus leiteten sich die Begriffe \u201eSchutzgebiete\u201c bzw. \u201eSchutztruppe\u201c ab.<br \/>Im Jahr 1885 entstand die Kolonie Deutsch-Ostafrika. An deren K\u00fcste brach 1888 ein, von arabischen Sklavenh\u00e4ndlern und Plantagenbesitzern gef\u00fchrter, Aufstand los.<\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6411 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer.jpg\" alt=\"\" width=\"1387\" height=\"1905\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer.jpg 1387w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-218x300.jpg 218w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-768x1055.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-1118x1536.jpg 1118w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-1092x1500.jpg 1092w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-513x705.jpg 513w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Araberfu\u0308hrer-450x618.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1387px) 100vw, 1387px\" \/><\/p>\r\n<p><br \/>Das politische Mandat und die finanziellen Mittel f\u00fcr ein Eingreifen in Ostafrika bekam Reichskanzler Bismarck vom Reichstag nur bewilligt, weil der Einsatz als Mission im Kampf gegen die Sklaverei galt. Durch Gesetz vom 30. Januar 1889, wurde f\u00fcr Ma\u00dfregeln zur Unterdr\u00fcckung des Sklavenhandels und zum Schutze der deutschen Interessen in Ostafrika, ein Betrag von 2 Millionen Mark zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Ausf\u00fchrung der erforderlichen Ma\u00dfregeln wurde Hermann Wi\u00dfmann als Reichskommissar \u00fcbertragen.<br \/>Qualifiziert hatte sich der junge Offizier durch zwei Afrika-Expeditionen f\u00fcr den belgischen K\u00f6nig Lepold II.. Mit seiner Berufung erfolgte die Bef\u00f6rderung zum Hauptmann. Als F\u00fchrungskader der Wi\u00dfmann-Truppe traten 88 deutsche Offiziere, Unteroffiziere, \u00c4rzte und Beamte in die pers\u00f6nlichen Dienste Wi\u00dfmanns. Die Freiwilligen mussten zuvor ihren Dienst beim Heer quittieren. <br \/>Aufgrund seiner Erfahrungen mit den klimatischen Verh\u00e4ltnissen lie\u00df der frisch gebackene Reichskommissar als Groh der Truppe schwarze S\u00f6ldner, die zuvor in der britischen Armee gek\u00e4mpft hatten, in \u00c4gypten anwerben. Die sogenannten Askaris, waren ein Novum in der deutschen Milit\u00e4rgeschichte. Mit seiner gut ausgebildeten und ausger\u00fcsteten Streitmacht von ca. 1.000 Soldaten konnte Wi\u00dfmann den Aufstand bis 1890 niedergeschlagen, 1891 wurde Deutsch-Ostafrika offiziell der Verwaltung des Deutschen Kaiserreiches unterstellt. Mit diesem Feldzug begr\u00fcndete Wi\u00dfmann seinen milit\u00e4rischen Ruf und wurde vom Kaiser in den Adelsstand erhoben.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6402\" style=\"width: 1407px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6402\" class=\"wp-image-6402 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann.jpg\" alt=\"\" width=\"1397\" height=\"1873\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann.jpg 1397w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-224x300.jpg 224w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-768x1030.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-1146x1536.jpg 1146w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-1119x1500.jpg 1119w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-526x705.jpg 526w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Major_Wissmann-450x603.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1397px) 100vw, 1397px\" \/><p id=\"caption-attachment-6402\" class=\"wp-caption-text\">Major Hermann von Wi\u00dfmann 1891.<\/p><\/div>\r\n<h3>Von Vietnam nach Afrika<\/h3>\r\n<p>An der deutschen Kolonialgeschichte, hatte die Nachkriegsgesellschaft der Bundesrepublik kein besonderes Interesse. Niemand fand etwas dabei, als im Jahr 1949 das durch Bombentreffer besch\u00e4digte Wi\u00dfmann-Denkmal in Hamburg wieder aufgestellt wurde.<br \/>Ohne Scheu blickte man auf die deutsche Kolonialvergangenheit zur\u00fcck. Schlie\u00dflich hatten alle europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte Kolonien besessen. Au\u00dferdem wurde unter der deutschen Herrschaft die Sklaverei abgeschafft und der Missionar Johann Ludwig Krapf entwickelte eine Grammatik f\u00fcr Kisuaheli in lateinischer Schrift. Nat\u00fcrlich blieben die Bedingungen, vor allem f\u00fcr die schwarze Bev\u00f6lkerung mies, doch es entstanden Eisenbahnlinien und St\u00e4dte. Eine Infrastruktur, f\u00fcr die dass Kaiserreich viel investierten musste. Unterm Strich vermochte es die deutsche Kolonialpolitik nicht, bedeutende \u00f6konomische Gewinne zu erzielen. So die koloniale Erz\u00e4hlung, in der rassistische Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung sowie V\u00f6lkermord zu vernachl\u00e4ssigende Fakten bleiben.<br \/>Besonders betont wurden von den deutschen Kolonialisten die Askari, die im Ersten Weltkrieg treu an der Seite ihrer wei\u00dfen Kameraden standen. Vier Jahre w\u00e4hrte der abenteuerliche Buschkrieg der deutschen Schutztruppe unter Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck. Erst die Niederlage in Europa f\u00fchrte zu Aufgabe des Kampfes, der in vielen B\u00fcchern und Berichten glorifiziert wurde.<br \/>Das Jahr 1918 markierte das Ende der 30 j\u00e4hrigen deutschen Kolonialgeschichte. Deutsche Milit\u00e4r- und Verwaltungsangeh\u00f6rige mussten die Kolonien unverz\u00fcglich verlassen. Wenig sp\u00e4ter diejenigen, die nicht gewillt waren Staatsangeh\u00f6rige der jeweiligen neuen Kolonialmacht zu werden. Tausende Reichsb\u00fcger_innen verlie\u00dfen daraufhin die Kolonien und kehrten in die alte Heimat zur\u00fcck. Schnell und konsequent war die deutsche Zeit in Afrika und Asien beendet.<\/p>\r\n<p>Lettow-Vorbeck \u00fcbernahm 1919 in Deutschland die F\u00fchrung eines Freikorps und marschierte im selben Jahr in Hamburg ein um die S\u00fclzeunruhen, die wegen angeblich verdorbener Lebensmittel ausgebrochen waren, niederzuschlagen. Beim rigorosen Vorgehen des Freikorps gab es 80 Tote. Ein Jahr sp\u00e4ter beteiligte sich der Kolonialheld am Kapp-Putsch, dem ersten rechtsradikalen Umsturzversuch in der deutschen Geschichte. Nach dem gescheiterten Putsch war seine milit\u00e4rische Karriere beendet, doch blieb er eine angesehene Pers\u00f6nlichkeit, vor allem in der Kolonialszene. <br \/>Im Jahr 1922 schlossen sich verschiedene Gruppen zur Kolonialen Reichsarbeitsgemeinschaft zusammen. Eine angestrebte Vereinigung aller entstandenen Organisationen konnte aber erst in der NS-Zeit mit dem Reichskolonialbund erzwungen werden. Es gab hochtrabende Pl\u00e4ne f\u00fcr eine NS-Kolonialpolitik in Afrika, die Illusionen blieben.<br \/>Deshalb konnte die deutsche Kolonialgeschichte nach 1945 zu einem Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr rechtsgerichtete Geschichtsverkl\u00e4rung werden. Die Mythen des Kaiserreiches, wirkten in der jungen Bundesrepublik ungebrochen weiter. Ehemalige Kolonialsoldaten aus der Kaiserzeit organisierten sich in \u00f6rtlichen Kameradschaften. Diese schlossen sich 1956 zum Traditionsverband ehemaliger Schutz- und \u00dcberseetruppen zusammen. Ehrenvorsitzender wurde Paul von Lettow-Vorbeck, der zwar als rechte, militaristische Galionsfigur galt aber kein NSDAP-Mitglied gewesen war.<\/p>\r\n<p>Erst mit dem politischen Aufbruch in den 1960er Jahren begann eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte. In diese Zeit fielen auch der Vietnam-Krieg, revolution\u00e4re Aufst\u00e4nde in Lateinamerika und verschiedene antikoloniale Befreiungsk\u00e4mpfe in Afrika. In antiimperialistischer Solidarit\u00e4t f\u00fchlte sich die entstehende Studentenbewegung mit den Befreiungsbewegungen weltweit verbunden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Kolonialgeschichte interpretiert. In Hamburg kam es ab 1961 zu kleineren Protestaktionen gegen das Wi\u00dfmann-Denkmal. Im Jahr 1967 lag der Bronze-Mann zum ersten Mal neben dem Sockel, wurde jedoch wieder aufgestellt. Im folgenden Jahr entstand im SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) bzw. maoistischen Gruppen die Idee, aus einer Kundgebung heraus das Denkmal umzurei\u00dfen. Wenn auch letzteres scheiterte, entstand eine Filmdokumentation, als lebendiger Beleg f\u00fcr die 1968-Bewegung. Unbekannte brachten den Bronzemann einige Zeit nach der Kundgebung in einer n\u00e4chtlichen Aktion zu Fall. Nach dem zweiten Denkmalsturz wurde der Wi\u00dfmann in Hamburg nicht wieder aufgestellt.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6401\" style=\"width: 705px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6401\" class=\"wp-image-6401 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/denkmal_abendblatt19681101.jpg\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"840\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/denkmal_abendblatt19681101.jpg 695w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/denkmal_abendblatt19681101-248x300.jpg 248w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/denkmal_abendblatt19681101-583x705.jpg 583w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/denkmal_abendblatt19681101-450x544.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><p id=\"caption-attachment-6401\" class=\"wp-caption-text\">Hamburger Abendblatt, 1.11.1968.<\/p><\/div>\r\n<p>Bad Lauterberg lag in diesen Jahren am Ende der Welt; nur wenige Kilometer vom Grenzzaun der DDR entfernt, im Zonenrandgebiet. Von den Revolten in den gro\u00dfen St\u00e4dten blieb die Harzstadt unber\u00fchrt. Aus diesem Grund hielt der Traditionsverband seit 1969 seine j\u00e4hrliche Jahreshauptversammlung in der Kneippstadt ab. Stets offiziell vom B\u00fcrgermeister begr\u00fc\u00dft, egal ob der von der SPD oder CDU war. Den H\u00f6hepunkt bildete die Kranzniederlegung am Wi\u00dfmann-Denkmal. Alte Kameraden traten dazu mit schwarz-wei\u00df-roter Kolonialfahne, der Petersflagge, und ordensgeschm\u00fcckter Brust an. Die Lokalpresse berichtete ausf\u00fchrlich und positiv \u00fcber die Veranstaltung. \u00dcberhaupt fanden sich ab und an Artikel \u00fcber Wi\u00dfmann. Daf\u00fcr sorgte Max Walsleben, Mitglied der st\u00e4dtischen Archivgemeinschaft, anerkannter Fachmann zum Thema Hermann von Wi\u00dfmann und Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Osterode.<br \/>Doch ewig w\u00e4hrte die Ruhe f\u00fcr den Traditionsverband und das Wi\u00dfmann-Jubelgedenken nicht. Im Jahr 1978 gr\u00fcndete sich der Antifaschistische Arbeitskreis Bad Lauterberg. In seinem Publikationsorgan, dem INFO, war der Traditionsverband seit 1979 Thema. Dar\u00fcber hinaus \u00e4u\u00dferten sich Aktivist_innen in Leserbriefen der regionalen Zeitungen. Wer den Traditionsverband und damit Wi\u00dfmann angriff kratzte allerdings am Allerheiligsten. \u00dcberhaupt Antifaschismus, das galt als kommunistischer Kampfbegriff und w\u00fchlte in der Vergangenheit herum, die man so gern verdr\u00e4ngte. Doch der Arbeitskreis ging noch einen Schritt weiter und meldete f\u00fcr den 23. Oktober 1982 die erste Nachkriegsdemonstration in Bad Lauterberg an. Es war gleichzeitig die erste Demo \u00fcberhaupt, die sich gegen den deutschen Kolonialismus richtete. \u201eKein Kolonialtruppentreffen in Bad Lauterberg und anderswo! Schlu\u00df mit der Verherrlichung der deutschen Kolonialverbrechen und der Pflege rassistischer und imperialistischer Tradition\u201c, lautete die programmatische Parole. Dreizehn Gruppen aus der Region stellten sich hinter den Aufruf. Antiimperialismus war der Kernbegriff, man sah sich in einem gr\u00f6\u00dferen Prozess. Es ging darum, die Gesellschaft aus ihren \u00fcberkommenen Traditionen und Strukturen zu rei\u00dfen. Eine revolution\u00e4re, avantgardistische Position in Konfrontation zum Bestehenden.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6399\" style=\"width: 1820px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6399\" class=\"wp-image-6399 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1810\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-scaled.jpg 1810w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-212x300.jpg 212w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-1414x2000.jpg 1414w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-768x1086.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-1448x2048.jpg 1448w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-1060x1500.jpg 1060w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-498x705.jpg 498w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Gross_Wissmann_neu-1-450x637.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1810px) 100vw, 1810px\" \/><p id=\"caption-attachment-6399\" class=\"wp-caption-text\">Plakat 1982 in der Bearbeitung von 2022.<\/p><\/div>\r\n<p>Von offizieller Seite versuchte man alles um die Demo zu unterbinden. Die Route wurde untersagt und musste juristisch durchgesetzt werden. Am Ende waren es nicht mehr als 120 Personen, die an der Demonstration teilnahmen.<\/p>\r\n<p>Ein Artikel in der Frankfurter Rundschau am 25.10.1982 beschrieb die Stimmung. \u201e\u00dcber eintausend Schaulustige s\u00e4umten, \u201awie bei einem Sch\u00fctzenumzug\u2018 (so ein Polizeisprecher) die Stra\u00dfen der Kleinstadt als die Demonstranten durch den Ort zogen und anschlie\u00dfend an einem Kolonialdenkmal einen Kranz f\u00fcr die Opfer des deutschen Kolonialismus in Afrika und Asien niederlegten. Bereits in der folgenden Nacht wurde der Kranz von unbekannten T\u00e4tern beiseite geschafft.\u201c<\/p>\r\n<p>H\u00e4misch berichtete das Bad Lauterberger Tageblatt \u201eGegendemonstration fand keinen Beifall &#8230; Auch die Teilnahme von Professoren in der hundertk\u00f6pfigen Schar der vom Antifa Bad Lauterberg mobilisierten Hilfstruppen konnte die Qualit\u00e4t der Gegendemonstration gegen das Kameradentreffen in Bad Lauterberg nicht aufwerten. \u2013 Es dauerte lange eher sich der Zug am Stadthaus formierte; denn es gab f\u00fcr die Teilnehmer zum Teil lange Anmarschwege. So dicht sind die Anh\u00e4nger der Antigeschichts-Bewegung nicht ges\u00e4t.\u201c<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6377\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6377\" class=\"wp-image-6377 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1696\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-scaled.jpg 2560w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-300x199.jpg 300w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-2000x1325.jpg 2000w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-768x509.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-1536x1018.jpg 1536w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-2048x1357.jpg 2048w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-1500x994.jpg 1500w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-705x467.jpg 705w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Anti_Kolonial_23_10_1982-450x298.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-6377\" class=\"wp-caption-text\">Anti-Kolonial-Demonstration des Antifaschistischen Arbeitskreis Bad Lauterberg am 23.10.1982 in der Wi\u00dfmannstra\u00dfe.<\/p><\/div>\r\n<p>Wenn auch keine Demo mehr stattfand, ging das antikoloniale Engagement des Arbeitskreises in den n\u00e4chsten Jahren weiter. Doch Bad Lauterberg an der Zonengrenze war als Abwanderungsgebiet bekannt, der Arbeitskreis schrumpfte und h\u00f6rte 1985 auf zu existieren.<\/p>\r\n<p>In diesem Jahr durchkreuzte ein vorget\u00e4uschter Sprengstoffanschlag der Aktion Springteufel, wie es im Bekennerschreiben hie\u00df, dass Jahrestreffen des Traditionsverbandes. Danach wurde es ruhig um das Thema, ohne das es je ganz in Vergessenheit geriet. In den 1990er Jahren wurde der Wi\u00dfmann-Kult samt Traditionsverband bei diversen Veranstaltungen und antifaschistischen Stadtf\u00fchrungen die von G\u00f6ttingen aus organisiert wurden, immer wieder angesprochen. Gegen den immer st\u00e4rken aufkommenden Neonazismus in der Stadt sollte am 29. Januar 1994 eine Antifa-Demo stattfinden. Wie ein alternativer Stadtrundgang sollte sie durch Bad Lauterberg f\u00fchren. Mit Zwischenstationen an verschiedenen Orten, wie dem Wi\u00dfmann-Denkmal. In alter Tradition ging man in der Kurstadt gegen die Demonstration auf die Barrikaden. Ein ehemaliger NPD-Funktion\u00e4r richtete ein Schreiben an die Gesch\u00e4ftswelt. \u201eZur Vermeidung antifaschistischen Terrors mit einhergehender gnadenloser Gewalt\u201c empfahl er den Gesch\u00e4ftsleuten ihre Schaufenster zu verbarrikadieren. Das Gewaltszenario wurde gern aufgegriffen, die Stadtverwaltung wappnete sich und stand in direktem Kontakt mit der Polizei. Die Hysterie war so gro\u00df, das ein geplantes Antifa-Konzert am Abend abgesagt werden musste, weil der Wirt den Veranstaltungsraum nicht mehr zur Verf\u00fcgung stellen wollte und sich in der Presse mit dem Satz entschuldigte \u201eIch will kein Unruhestifter sein\u201c. Trotz starker Polizei-Pr\u00e4senz verlief die Demo friedlich.<br \/>Bad Lauterberg verwandelte sich immer weiter zu einem braunen Nest. Im Jahr 2007 waren rund 50 Personen in der Stadt der rechtsradikalen Szene zuzuordnen. Die NPD stellte einen Stadtratsabgeordneten und Neonazis betrieben Gesch\u00e4fte wie den Tattoo-Laden Zettel am Zeh. Als Reaktion hatte sich im Fr\u00fchjahr 2007 ein Pr\u00e4ventionsrat aus Mitgliedern der Gr\u00fcnen bis hin zur CDU gebildet. Nach eigenem Bekunden war es ein Vorschlag aus diesem Gremium, das den Rat der Stadt veranlasste, den Traditionsverband nicht mehr offiziell zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\r\n<p>Erstmalig seit 1969 war 2007 kein Vertreter von Rat und Verwaltung bei der Er\u00f6ffnung der Jahreshauptversammlung im Kursaal anwesend. Das Letzte mal berichtete die regionale Presse 2009 \u00fcber das Treffen. Seit dem ist nichts mehr \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des Verbandes in Bad Lauterberg bekannt geworden.<\/p>\r\n<p>Die Koloniale Erz\u00e4hlung hatte einen entscheidenden D\u00e4mpfer erhalten. Auch die Propaganda vom heren Afrikaforscher Wi\u00dfmann, der gegen den arabischen Sklavenhandel k\u00e4mpfte und zum geachteten Gouverneur von Deutsch-Ostafrika aufstieg, lie\u00df sich nicht aufrecht erhalten.<br \/>Der Druck auf das \u00fcberkommene Geschichtsbild des Kolonialismus, das jahrelang nicht angetastet worden war, nahm st\u00e4ndig zu. In der globalisierten Welt bedurfte es einer neuen Geschichtsauffassung. Dabei ging es nicht um einen antiimperialistischen Systemsturz sondern eine Korrektur b\u00fcrgerlicher \u00dcberlieferung. Ausdruck dieser Ver\u00e4nderung waren etliche Umbenennungen von Stra\u00dfennamen, und Diskussionen zu Ausstellungen in europ\u00e4ischen Museen und die Restitution afrikanischer Kunst wie die Benin-Bronzen oder der Luf-Boot. Gleichzeitig entstand in den USA die Black Lives Matter-Bewegung die nach Europa ausstrahlte und Rassismus und Postkoloniale Strukturen auf die Tagesordnung setzte.<br \/>Auch gegen den Wi\u00dfmann-Kult in Bad Lauterberg regten sich neue Aktivit\u00e4ten zivilgesellschaftlicher Gruppen. Eine Tafel die der Traditionsverband am Wi\u00dfmann-Denkmal angebracht hatte, wurde im Dezember 2021 von der Stadt entfernt und eine neue, offizielle Infotafel aufgestellt. Ebenso verschwand ein Gedenkstein des Traditionsverbandes am Grab von Wi\u00dfmanns Mutter. An den Stra\u00dfenschildern Wi\u00dfmannstra\u00dfe sind die besch\u00f6nigenden Hinweise \u201eAfrikaforscher\u201c abmontiert. Vor allem aber, steht immer noch, das Wi\u00dfmann-Denkmal in Bad Lauterberg im Harz.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_6390\" style=\"width: 2005px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6390\" class=\"wp-image-6390 size-full\" src=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1995\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-scaled.jpg 1995w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-234x300.jpg 234w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-1558x2000.jpg 1558w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-768x986.jpg 768w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-1197x1536.jpg 1197w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-1596x2048.jpg 1596w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-1169x1500.jpg 1169w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-549x705.jpg 549w, https:\/\/kunst-und-kampf.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Wissmanndenk_heute-450x578.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1995px) 100vw, 1995px\" \/><p id=\"caption-attachment-6390\" class=\"wp-caption-text\">Das Wi\u00dfmann-Denkmal im Kurpark von Bad Lauterberg 2022. Die mit einem Sandstrahler bearbeiete Stelle auf dem Stein, zeugt von einem Farbanschlag in j\u00fcngster Zeit.<\/p><\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bernd Langer Vom langen Kampf gegen den Kolonialkult und das letzte Wi\u00dfmann-Denkmal in Deutschland Mitten in der Bundesrepublik, in Niedersachsen, dicht an der Grenze zu Th\u00fcringen, liegt Bad Lauterberg im Harz. Seit dem 1. November 2016 geh\u00f6rt die Kurstadt, deren Einwohner_innenzahl sich stetig sinkend, der 10.000 Marke n\u00e4hert, zum Landkreis G\u00f6ttingen. 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