30 Jahre Straßenschlacht von Fallingbostel

›Außergewöhnlich brutal griffen die Autonomen an‹, titelten die Zeitungen nach dem 1. Oktober 1983. Miliante hatten versucht, den Tagungsort des NPD-Bundesparteitag in Fallingbostel zu stürmen. Mindestens 80 Verletzte und 30 Festnahmen wurden nach der Straßenschlacht mit der Polizei gezählt.

Fallingbostel gehört zu den Gründungsmythen der autonomen Antifa, deren Etablierung von heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der radikalen Linken begleitet war. Denn antifaschistische Politik stellte seit jeher ein Sammelsurium verschiedenster Strömungen dar, die sich kaum zu einem gemeinsamen Handeln gewegen ließen.

So gab es gleich drei Aufrufe zur Verhinderung der Nazi-Provokation: vom DGB zu einer Veranstaltung im 36 km entfernten Bergen-Belsen, von konsequenten Antifaschist/innen zu einer Demonstration im Ort, die Militanten wiederum mobilisierten zu einer Blockade der Heidmarkhalle. Mehr als 2000 Aktivist/innen folgten diesem Aufruf, ein Teil von ihnen griff unverzüglich die Polizeiabsperrungen an.

Daten

2013

Plakat

DIN A2 und Flyer DIN A6

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