Blutmai 1929

Polizeigewalt und Faschismus

Der Polizeipräsident von Berlin, Karl Zörgiebel (SPD), verhängte Ende 1928 ein allgemeines Demonstrationsverbot für die Stadt. Dagegen mobilisierte die KPD für den ›Kampftag der Arbeiterklasse‹ am 1. Mai 1929. Mit Schusswaffengebrauch ging die Polizei gegen diese Ansammlungen vor.

In den nächsten 48 Stunden stellten sich vor allem Jugendliche in Neukölln und im Wedding der Polizeigewalt entgegen. Sogar Panzerwagen kamen zum Einsatz. Mittels Falschmeldungen legitimierte der Staatsapparat dabei sein Vorgehen. In der Nacht zum 3. Mai beschloss die KPD, jede weitere Demonstration zu untersagen. Trotzdem fand an diesem Tag noch einmal eine umfangreiche Polizeiaktion statt, die etlichen Menschen das Leben kostete.

Während es bei der Polizei nur einige Leichtverletzte gab, erschossen Polizisten vom 1. bis zum 3. Mai 1929 in Berlin wahllos 32 Menschen. Darüber hinaus gab es mehr als 160 Schwerverletzte auf Seiten der Demonstrant_innen und rund 1200 Festnamen.

April 2019

Offsetdruck

DIN A 2 – 42 cm x 59,4 cm

Auflage 200 Exemplare

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