„Holt die Reichskriegsflagge nieder!“

Die Geschichte einer Fahne

Nach vier Jahren Weltkrieg mit Millionen von Toten rebellierten im November 1918 die Matrosen in Kiel und holten die Reichskriegsflagge des Deutschen Kaiserreiches ein. Die Revolution war da und beendete den für Deutschland längst verlorenen I. Weltkrieg. Kaiser und Monarchen wurden gestürzt, die parlamentarische Demokratie als Regierungsform durchgesetzt.
Die Reichskriegsflagge wurde fortan von allen rechtsradikalen Feinden der Weimarer Republik verwendet. Der ›Stahlhelm-Bund der Frontsoldaten‹ zeigte sie bei seinen Aufmärschen, die ›Marine-Brigade-Ehrhardt‹ marschierte beim Kapp-Putsch 1920 unter diesem Banner in Berlin ein, eine Vorläuferorganisation der NSDAP trug den Namen dieser Fahne.
Trotzdem wird die Reichskriegsflagge auch heute noch von Militaristen, Reaktionären und Rechtsradikalen geführt. Nach dem Verbot des Hakenkreuzes 1945 und insbesondere nach dem Anschluss der DDR an die BRD 1990 blieb sie symbolisches Bindeglied für das dumpfdeutsche Milieu.

Vortrag: Bernd Langer
Donnerstag, 13. November 2014, Villa Kunterbunt, Brunnenallee 1, Bünde, 19 Uhr

Daten

2014

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