
Wann
16.05.26 – Beginn: 19:00 Uhr
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Der dritte Band der Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion setzt mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ein. Im Verlauf der Pandemie formierte sich eine sogenannte Maßnahmenopposition, die maßgeblich von verschwörungsideologischen Milieus und rechtsextremen Akteuren geprägt war. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ging aus diesem Spektrum eine rechtsgerichtete Friedensmobilisierung hervor. Sogenannte patriotische Bürgerrechtsbewegungen traten in Erscheinung, die fremdenfeindliche Positionen mit sozioökonomischen Abstiegsängsten verknüpften. Vor diesem Hintergrund wurde die AfD zur größten Oppositionspartei im Bundestag, und Neonazis entfalteten neue Aktivitäten.
Demgegenüber standen antifaschistische Massenmobilisierungen. Millionen Menschen gingen auf die Straße, Zehntausende leisteten zivilen Ungehorsam gegen AfD-Parteitage in Essen, Riesa und Gießen. Die Antifa war dabei eine zentrale Kraft, ebenso im Widerstand gegen Neonazis.
Neben breiten Protesten kam es auch zu militanten Aktionen, auf die der Staat mit Repression bislang unbekannten Ausmaßes reagierte. Strafverfahren, wie etwa gegen die „Hammerbande“, sollen durch ihr hohes Strafmaß abschrecken. In Ungarn und den USA wurde die Antifa zudem als terroristische Organisation eingestuft und verboten.
Dieses Buch liefert Grundlagen, um zu verstehen, was Antifaschismus ist – und warum er zu einer der zentralen politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart geworden ist.


